Im Jahr 1945 soll die US-amerikanische Regierung unter dem Decknamen Operation Paperclip mehr als 1.600 deutsche Wissenschaftler, Ingenieure und Techniker in die Vereinigten Staaten transferiert haben — darunter Personen, deren Verbindungen zur SS und zum NS-Regime man offenbar bereit war, für die Zwecke des Kalten Krieges zu ignorieren.
Wernher von Braun, der spätere Chefarchitekt des Apollo-Programms, soll zu jenen gehört haben, die dank ihrer militärischen Nützlichkeit eine neue Identität erhielten. Sein SS-Rang und seine mögliche Kenntnis der Bedingungen im KZ Mittelbau-Dora — wo Zwangsarbeiter die V2-Rakete produzierten — sollen damals bewusst ausgeklammert worden sein.
In einem 1947 veröffentlichten Bericht des Joint Intelligence Objectives Agency (JIOA) soll es geheißen haben, die Akten der betroffenen Wissenschaftler seien so zu bereinigen, dass politisch belastende Informationen entfernt würden. Dieses Dokument gilt als bestätigt.
Was könnte man mitgebracht haben?
Die offizielle Erzählung endet bei Raketentechnik und Aerodynamik. Doch einige Forscher stellen die Frage: Könnte es sein, dass bestimmte Wissenschaftler Zugang zu — oder Kenntnisse über — Technologien besaßen, die weit über konventionelle Physik hinausgingen?
Das Projekt Saucer des Reichsluftfahrtministeriums soll in den letzten Kriegsjahren an diskusförmigen Fluggeräten geforscht haben. Ob diese Forschungen jemals zu funktionsfähigen Prototypen führten, bleibt unklar. Ob entsprechende Unterlagen nach Fort Bliss, Texas, mitgenommen wurden — ebenfalls.
Was ist gesichert?
Folgendes gilt als historisch dokumentiert und durch nationale Archive sowie FOIA-Anfragen bestätigt:
- Die Operation war bis 1973 offiziell geheim klassifiziert.
- Das Joint Intelligence Objectives Agency (JIOA) koordinierte die Überprüfung.
- Mindestens 1.600 Personen wurden offiziell eingeschleust.
- Zahlreiche Teilnehmer arbeiteten später für NASA, CIA und Verteidigungsministerium.
Quellen: US National Archives · Wikipedia · National Security Archive